Berufsorientierungswoche der HH11 und G11-Klassen bzw. der FA11 und IA11
Unter dem Motto âDer Ausbildungsplatz - die solide Basis fĂŒrs Berufslebenâ wurde auch in diesem Jahr am HSBK eine Projektwoche organisiert, die die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler auf Bewerbungs- und Auswahlverfahren im Rahmen ihrer Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche vorbereitete.
Modul 1: Bewerbungsverfahren aus Sicht eines Personalentscheiders
Die Ausbilder der Firma Hella, Michael Marr und Sascha Stiller, gaben zum Auftakt einen lebhaften Einblick in die Sichtweise eines Personalentscheiders. Sie machten deutlich, wie wichtig die Entscheidung fĂŒr eine duale Berufsausbildung ist. Sie sei das ideale Fundament fĂŒr einen Start in das weitere Berufsleben und darĂŒber hinaus eine ideale Möglichkeit einen Betrieb von Grund auf kennen zu lernen. Auch wenn man spĂ€ter ggf. studieren möchte, könne eine Berufsausbildung sowohl der Orientierung als auch als RĂŒckversicherung dienen. Sie machten zudem deutlich, worauf Unternehmen bei Bewerbungsverfahren besonders achten und welche Fehler man vermeiden kann.
Modul 2: Rollenfindung
FĂŒr einen gelingenden Berufseinstieg ist es wichtig, sich selbst zu kennen und die eigene Rolle in einem Team zu finden. Unsere Schulsozialarbeiterinnen ĂŒbten dies mit Hilfe der erlebnispĂ€dagogischen Lernmethode âSchiffsbauâ.
Modul 3: Assessment-Center
Herr Becker und Frau Wunder von der Barmer-Krankenkasse erklĂ€ren zu Beginn, dass ein Assessment-Center (AC) (engl. assessment âBeurteilungâ) eine Methode zur EinschĂ€tzung von Personen vor allem in den Bereichen der Personalauswahl und Personalentwicklung ist. Neben Ergebnissen von Arbeitssimulationen oder anderen Ăbungen (Rollenspiele, Gruppendiskussionen, KonzeptionsĂŒbungen u. a.) und deren Bewertung durch geschulte Beobachter ("Assessoren") können Leistungstests oder Persönlichkeitstests zur EinschĂ€tzung von Personen verwendet werden.
âFĂŒr den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chanceâ, so Herr Becker. Bei einem Assessment-Center mĂŒssen alle von Beginn an damit rechnen, jederzeit beobachtet zu werden. Auch Verhalten in der Mittagspause und der Umgang mit Mitbewerbern/-bewerberinnen können Einfluss auf die Entscheidung der Personalverantwortlichen haben. Folgende Elemente wurden neben einer SelbsteinschĂ€tzung zu Beginn im Modul 3 geĂŒbt:
- Partnerinterview
Eine PrÀsentation zur Vorstellung eines Partners musste innerhalb kurzer Zeit vorbereitet werden. Verantwortliche beobachten dabei, wie souverÀn man vor Publikum prÀsentieren, ob man Inhalte strukturieren und wie man mit vorgegebenen Medien (Flipchart, Tafel oder Pinnwand) umgehen kann. - Gruppendiskussion
Im Rahmen einer Gruppendiskussion wurde eine Problemstellung (Klassenfahrt nach Hamburg, Berlin oder Barcelona) diskutiert. Dazu wurden Rollen verteilt. Jeder Bewerber/ jede Bewerberin musste Pro- und Contra-Argumente sammeln und dann eine bestimmte Meinung vertreten. Hauptaugenmerke bei einer solchen Ăbung liegen dabei auf der Beteiligung an der Diskussion, der Wortwahl und der inhaltlichen QualitĂ€t der BeitrĂ€ge. Es wird auch getestet, ob konstruktive Kritik geĂ€uĂert werden konnte und wie kritikfĂ€hig man selbst war.
Modul 4: Bewerbung
Nahezu alle Unternehmen sind inzwischen im digitalen Zeitalter angekommen und bevorzugen Online Bewerbungen. Eine Bewerbungsmappe ist dann perfekt, wenn Inhalt und Form den Regeln bzw. den Standards der Branche entspricht.
FOLGENDE BESTANDTEILE GEHĂREN IN EINE KLASSISCHE BEWERBUNG:
- Deckblatt
- Anschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Zeugnisse
- Bewerbungsfoto
Im Informationswirtschaftslehreunterricht erstellten unserer SchĂŒlerinnen und SchĂŒler Online Bewerbungen gemÀà dem Motto, aaa (âanders als andereâ) und unter Beachtung folgender Tipps:
- In der Betreffzeile das Anliegen kurz und verstĂ€ndlich angeben, z. B. âBewerbung um eine Ausbildung zum Kaufmann (bzw. zur Kauffrau) im Gesundheitswesen".
- In das Textfeld der E-Mail eine Kurzform des Anschreibens einfĂŒgen und das ausfĂŒhrliche Anschreiben im Anhang mitschicken, idealerweise als PDF-Datei, die alle Bewerbungsunterlagen enthĂ€lt.
- Bei einer Online-Bewerbung erwartet niemand eine Unterschrift.
- Bewerbung nicht versehentlich von der falschen Adresse versenden. kuschelmaus98 möchte niemand einstellen. Bei web.de oder t-online.de können kostenlos seriöse E-Mail-Adresse (vornamenachname@provider.de) eingerichtet werden. ACHTUNG: regelmĂ€Ăig Posteingang checken ggf. auch den Spam-Ordner.
- Bei Bewerbungen an mehrere Unternehmen darauf achten, den richtigen Adressaten anzugeben
Text und Bild: MFM
















