Schülerinnen und Schüler der Klassen 12 und 13 begeistern Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und internationalem Militär
Elf Schülerinnen und Schüler der Klassen 12 und 13 des Wirtschaftsgymnasiums haben auf Einladung des Internationalen Garnisons-Clubs Soest e.V. (IGCS) und des Kreises Soest das Programm der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober im Kreishaus mitgestaltet. Mit der Feierstunde wurde die Plakatausstellung "Wir wollen freie Menschen sein! Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953" eröffnet, die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellt wurde.
Der Vortrag "Der 17. Juni - 1953 und heute" unserer Schülerinnen und Schülern resultierte aus den Ergebnissen, die von im Rahmen der letzten Projektwoche am HSBK in der Projektgruppe "17. Juni 1953" erarbeitet wurden. Für die Feierstunde haben die Beteiligten ihre Ausarbeitungen - auch außerhalb der regulären Unterrichtszeit - noch einmal bearbeitet und so einen dreiteiligen Beitrag aus Vortrag, Filmeinspielung und szenisch nachgestellten Interviews erstellt, der bei den Gästen der Feierlichkeiten sehr positiv aufgenommen wurde.
Zu Beginn stellten Schüler die Gründe, Chronologie und Auswirkungen des Volksaufstands vor. Detailliert und kenntnisreich erläuterten sie die Motive und den Hintergrund für den Aufstand ebenso wie die Reaktionen der DDR-Regierung und die Rolle der Sowjetunion. Im zweiten Teil wurden Filmausschnitte gezeigt, in denen Lehrer und Schüler in Befragungen ihr Wissen zu den Vorgängen am 17. Juni 1953 darlegten. Der Film bestand aus einem Zusammenschnitt von Interviews, die die Schülerinnen und Schüler während der Projekttage im HSBK geführt hatten. Die gesamte Bearbeitung des Films wurde von der Projektgruppe in der Freizeit gemacht.

Der letzte Teil war eine szenische Darstellung von Befragungen, die die Schülerinnen und Schüler in der Soester Fußgängerzone zum Thema Arbeiteraufstand durchgeführt hatten. Dabei wurden Menschen aller Altersgruppen interviewt, die durch ihre Kenntnis der Geschehnisse als Zeitzeugen oder Nachgeborene unterschiedliche Ansichten zum 17. Juni hatten. In den Spielszenen wurden dann von den Schülerinnen auch entsprechend drei Generationen dargestellt, die eine Bandbreite der Antworten zu der Frage abdeckten, was der 17. Juni und 3. Oktober für sie bedeuten würde. Die Antworten reichten von den Erinnerungen einer älteren Dame "Ich lebte damals in Potsdam und wir hatten schon Angst vor den Unruhen" bis zur lockeren Antwort der Schülerin "Da ham wir immer schulfrei."
In den Grußworten der Veranstaltung sprachen die Landrätin Eva Irrgang für den Kreis Soest und Oberstleutnant d. R. Dirk Pälmer für den IGCS an, wie wichtig die generationsübergreifende Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte und die Erinnerung an die Entbehrungen im Kampf für Demokratie und Freiheit sind. Beide betonten die Notwendigkeit, Erinnerungen an den Arbeiteraufstand in der DDR (der vor dem Tag der Wiedervereinigung der deutsche Nationalfeiertag war) wachzuhalten, gerade auch durch junge Menschen, die diesen Tag nur noch aus Erzählungen und Dokumentationen kennen und brachten ihre Freude über die engagierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck.
Die vielen positiven Reaktionen der Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Vortrag im anschließenden Empfang machten den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass ihre Arbeit auch außerhalb der Schule wertgeschätzt und das Engagement junger Menschen in der Öffentlichkeit wahr genommen wird.
















