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Mit der Natur wirtschaften

Franz Alt hält Vortrag über regenerative Energien am Hubertus-Schwarz-Berufskolleg - Aufruf zu mehr Eigeninitiative

SOEST - Eine globalisierte Welt, in der es keinen Krieg um Ă–l und keinen Hunger gibt. Eine Welt, in der alle Menschen durch wirtschaftliches Arbeiten zu mehr Wohlstand gelangen und Arbeitslosigkeit ausgemerzt werden kann. Mit dieser Vision startet der Journalist und Moderator Franz Alt seinen Vortrag ĂĽber die globalisierte Welt mit dem Schwerpunkt auf regenerative Energien am Hubertus-Schwarz-Berufskolleg. Er sprach gestern vor SchĂĽlern aus Soest, Lippstadt und Lviv (Lemberg) in der Ukraine, die gemeinsam an einem Globalisierungs-Projekt arbeiten (wir berichteten).

Der Klimawandel wurde in den letzten hundert Jahren enorm beschleunigt und das liegt, laut Alt, an der Nutzung von Kohle, Öl und Gas. Um diese Veränderungen zu stoppen, gelte die Zukunft den erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft, Solarstrom und Nutzung der Biomassen.

Franz Alt hielt einen Vortrag über regenerative Energien am Hubertus-Schwarz-Berufskolleg. Zu den Zuhörern zählten Schüler und Lehrer aus Soest, Lippstadt und der Ukraine. • Foto: Dahm

Für Alt ist Energie gleich weltweiter Wohlstand. Als Beispiel nannte er Menschen, die mit einer winzigen Photovoltaikanlage selbstständig Strom erzeugen. Ein Mann baute sich beispielsweise daraus ein Telefon und vermietete es gegen eine Gebühr an Leute, die telefonieren wollten.

Die westliche Welt mĂĽsse sich vor allem von den alten Energielieferanten verabschieden: Kohlekraftwerke verpesten die Umwelt, wegen immer knapper werdenden Ă–lvorräten brechen Kriege aus, die Atomkraft hinterlässt Millionen Jahre lang strahlenden MĂĽll. Die Zukunft liege in den regenerativen Energieträgern. Die Sonnenenergie könne durch  Photovoltaikanlagen genutzt werden, vor allem, wenn man diese groĂźflächig anlege. Auf See und in windstarken  Gebieten  erzeugten Windräder Energie, ebenso die Wasserströmung. Ă–l   werde beispielsweise durch Raps oder Schilfgras gewonnen. „Man muss nur erfinderisch sein und mit der Natur wirtschaften", so Alt.

Allerdings betont er immer wieder, dass die Lebensmittelproduktion Vorrang haben müsse. Vor allem sollten die Menschen ihren eigenen Energieverbrauch senken. Elektroautos und gedämmte Hauswände, genauso wie eigene Solaranlagen wären ein Anfang.

„In den nächsten Jahren mĂĽssen die politisch strukturierten  Probleme  beseitigt werden. Beispielsweise kann es nicht sein, dass zu Gunsten der Ă–llieferamen die technische Entwicklung im Automobilsektor aufgehalten wird", bekräftigt Alt.

Der Abschlusssatz des prominenten Gastes lautete: „Wir haben nur diesen Planeten, also müssen wir aufpassen, dass wir ihn nicht zerstören."


• zwo