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Schöne Globalisierung

Deutsche und ukrainische Schüler präsentierten Ergebnisse ihres Projekts. Landtagspräsident und Europaabgeordnete im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg

 

SOEST • Die Menschen in der Ukraine singen gerne. Anders als bei so manchen deutschen SchĂĽlern ist es fĂĽr die Jugendlichen des osteuropäischen Staates normal, oft und viel in ihrer Landessprache zu singen. Das vielfältige Liedgut gehört zu ihrer Kultur, auf die sie stolz sind und die sie sich bewahren möchten. Mit einem Lied krönten daher die ukrainischen SchĂĽler, die Gäste des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs  waren, ihren Besuch in Deutschland zum Abschluss. Gekleidet in landestypische Trachten sangen die 14 SchĂĽler mit ihrer Lehrerin mehrere ukrainische Lieder und sagten einige Gedichte auf. Sie verabschiedeten sich so von ihren neu gewonnenen deutschen Freunden. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lassen diese ihre osteuropäischen  Projektpartner wieder in die Heimat reisen. Wird der Abschiedsschmerz doch durch den groĂźen Erfolg des gemeinsam Geleisteten versĂĽĂźt.

Zehn Tage lang hatten Schüler des Soester Hubertus-Schwartz-Berufskollegs, des Stift-Cappel-Berufskollegs in Lippstadt und dem Lyzeum für Management im ukrainischen Lviv (Lemberg) gemeinsam an dem Projekt „Angstmacher Globalisierung? - Globalisierung verantwortungsvoll gestalten!" gearbeitet.

Ihre Ergebnisse präsentierten sie jetzt bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung.

 

Feierlich ging das Globalisierungsprojekt am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg zu Ende. Zur Ergebnispräsentation waren Prominente. darunter Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg (5. von rechts) erschienen. • Foto: Hochwald

In theoretischen und praktischen Arbeiten hatten die Jugendlichen verschiedene Aspekte der Globalisierung beleuchtet. So fertigten sie zur ersten Annäherung Kollagen an, die die Unterschiede zwischen der deutschen und der ukrainischen Kultur aufzeigen sollten.

Die aus Zeitschriften ausgeschnittenen Bilder zeigten plakativ, was in den beiden Ländern bemerkenswert ist. Deutsche Autos und der Papst standen da der „Orangenen Revolution" und den Klitschko-Brüdern gegenüber. Auf Stellwänden waren in der Aula die Projektergebnisse allen Anwesenden ständig vor Augen.

„Wir haben miteinander und voneinander gelernt", erklärt die Direktorin des Stift-Cappel-Berufskollegs Martina Schaub. Aber auch die ernsten Seiten der Globalisierung beleuchteten die SchĂĽler gewissenhaft. Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Politik standen als Bereiche zur Untersuchung an und auch die Umwelt, deren Schutz und die Finanzkrise waren Themen. Bei einer Zukunftswerkstatt begeisterte der Fernseh-Journalist  und  Buchautor Franz Alt die Jugendlichen nachhaltig. „Zukunft ist kein Schicksalsschlag, es ist die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen", gab er den SchĂĽlern mit auf den Weg.

Neben dem Schulleiter des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs Thomas Busch und dem   Projektleiter Lehrer Klaus Tiemann zollten auch einige geladene Gäste an diesem  Abschlussabend  den SchĂĽlern ihren Respekt.

Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg gratulierte zu dem gelungenen Projekt:  „Aus meiner Sicht ist so etwas die beste Art, sich kennen und schätzen zu lernen. Das ist Globalisierung   von   ihrer schönsten Seite. Die Arbeitsergebnisse sind nicht von Angst machen, sondern von Mut machen geprägt." Die Abgeordnete des Europaparlaments Birgit Sippel lobte das   Hubertus-Schwartz-Berufskolleg, das als Europaschule „den SchĂĽlern die Chance gibt, ĂĽber den Tellerrand zu blicken."

Auch Christian Salomon von der Bezirksregierung, Presbyter Volker Sturm vom Kirchenkreis, Maria Schulte-Kellinghaus vom Kreis Soest und die ukrainische Lehrerin Larysa Jankovska sprachen den Organisatoren und dem Projekt viel Lob und Anerkennung aus.

Patrick Porsch verlieh dem Abend  mit  musikalischen Beiträgen auf dem Saxophon einen feierlichen Rahmen.


 

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