Am 30.10.2015 haben wir zwei SchĂŒler aus der Integrationsklasse fĂŒr FlĂŒchtlinge interviewt und sie nach ihrer Herkunft und ihrem Aufenthalt in Deutschland befragt. Sie waren sehr offen und haben uns viele persönliche Fragen beantwortet.
Name: Xhesika
Alter: 17 Jahre
Herkunft: Albanien

(Dieses Interview fand auf Englisch statt. Xhesika konnte trotzdem sehr viele Wörter auf Deutsch sprechen)
Frage: Seit wann bist du in Deutschland?
Xhesika: Ich bin seit 5 Monaten hier in Deutschland.
Frage: Warum bist du nach Deutschland gekommen?
Xhesika: Ich bin nach Deutschland gekommen um hier die Schule zu besuchen.
Frage: Gab es in Albanien keine Schule fĂŒr dich?
Xhesika: Doch, ich bin dort 2 Jahre auf das Gymnasium gegangen, aber waren die Aussichten fĂŒr die Zukunft nicht gut.
Frage: Wie war der Weg von Albanien nach Deutschland?
Xhesika: Ich bin mit dem Bus einen Tag lang nach Deutschland gefahren, in dem Bus waren auch viele aus Albanien und dem Kosovo.
Frage: Mit wem bist du hier hingekommen? Alleine? Oder mit deiner Familie?
Xhesika: Ich bin mit meiner Mutter und meinen zwei BrĂŒdern nach Deutschland gekommen.
Frage: Wie gefÀllt es dir den am Hubtertus-Schwartz Berufskolleg?
Xhesika: Ich mag die Schule sehr, ich komme mit den Lehrern gut zu recht.
Frage: WĂŒrdest du gerne in Deutschland bleiben oder ist dir schon mal was negatives hier aufgefallen?
Xhesika: Ich wĂŒrde gerne in Deutschland bleiben, es sind alle sehr nett hier und ich habe auch noch nichts Negatives von Deutschland oder den Menschen hier gesehen oder erlebt.
Frage: Wie sehen deine ZukunftsplÀne aus?
Xhesika: Ich möchte hier in Deutschland eine Ausbildung zur Krankenschwester machen, nachdem ich das Jahr auf dieser Schule absolviert habe.
Name: Rawan
Alter: 16 Jahre
Herkunft: Syrien

(Dieses Interview wurde auf Arabisch und Deutsch gefĂŒhrt)
Frage: Seit wann bist du in Deutschland?
Rawan: Ich bin seit 11 Monaten in Deutschland
Frage: Warum bist du nach Deutschland gekommen?
Rawan: In Syrien herrscht derzeit Krieg.
Frage: Bist du alleine hier her gekommen?
Rawan: Ich bin mit meinem Bruder und meinem Cousin hierher gekommen.
Frage: DĂŒrfen wir dich fragen was mit deinen Eltern ist?
Rawan: Meine Eltern sind noch in Syrien, sie versuchen wohl nach Deutschland zu kommen, aber da sie schon Ă€lter sind, wird dies sehr schwer fĂŒr sie.
Frage: Kannst du uns von deinem Weg nach Deutschland erzÀhlen?
Rawan: Ich bin zu FuĂ zwei Monate hier her gelaufen. Durch die TĂŒrkei, Bulgarien, Serbien, Ungarn und Ăsterreich. Wir mussten fĂŒr diesen Weg 10.000 Euro bezahlen, um ĂŒberhaupt hier her zu kommen. In Bulgarien war ich mit meinem Bruder und meinem Cousin 15 Tage im Knast, weil wir keine Papiere hatten. Wir wurden an manchen Grenzen mit einem Auto abgeholt und in eine Halle gebracht, wo wir uns ausruhen durften. Essen mussten wir selber bezahlen.
Frage: Wo habt ihr geschlafen?
Rawan: Uns war es egal ,wo wir geschlafen haben, Hauptsache es ging schnell voran. Manchmal kam es sogar vor, dass wir zwei Tage ohne Essen und Trinken auskommen mussten. Wir waren durchgehend nur mit einem Rucksack pro Person ausgestattet.
Jil & Affaf: Danke fĂŒr das Interview und dass du bereit warst uns deine Geschichte zu erzĂ€hlen.
















